Unser Berufsverband möchte alle ansprechen, die in dem Bereich Sozialer Arbeit berufstätig sind. Der "DBSH" war zunächt die Abkürzung für den Deutschen Berufsverband für SozialarbeiterInnen, SozialpädagogInnen und HeilpädagogInnen. Mit der Vereinfachung der Bezeichnung wollten wir aber dennoch unser altes Logo behalten. Wir freuen uns, dass Sie sich für uns interessieren!
„Focus“ sieht leichten Anstieg der Sozialarbeitergehälter
Das Magazin „Focus“ hat das Hamburger Unternehmen „Statista“ damit beauftragt, die Daten für den „Gehaltsreport 2011/2012“ der Zeitschrift zu ermitteln (Nr. 45/2011, S. 168f). Danach verdienen Sozialarbeiter im Durchschnitt einer Vollzeitstelle 2.621 € (Männer 2.995 €, Frauen 2.426 €). Am höchsten ist der Durchschnittsverdienst im Norden mit 2.629 €, am niedrigsten im Osten mit 2.295 €. Laut TVöD-SuE müsste der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst in der Gehaltsgruppe S 11 bereits nach dem ersten Beschäftigungsjahr (Stufe 2) 2.660,22 betragen und reicht in Stufe 5 bis zu 3.529,91 €. Immerhin: „Focus“ errechnet für die Jahre 2000 bis 2010 inflationsbereinigt einen Gehaltszuwachs von 5,8 %.
Straßenbauer verdienen laut „Focus“ im Durchschnitt monatlich zwei Euro, Autoverkäufer 73, Werkzeugmacher 117, Polizisten 195, Grundschullehrer 526 und Hauptschullehrer 714 Euro mehr als Sozialarbeiter. In der von „Focus‘„ veröffentlichen Liste sind die Sozialarbeiter die akademische Profession mit der geringsten Bezahlung.
Erzieher verdienen im Durchschnitt 2.228 Euro, mit 2.489 € verdienen Männer 328 € mehr als Frauen. Erzieher verdienen im Süden besonders gut (2.414 €), im Osten mit 1.991 € und im Norden mit 2.213 € besonders wenig. Zwischen 2000 und 2010 stieg das Gehalt der Erzieher inflationsbereinigt lediglich um 0,2 %.
Die Daten bestätigen einmal mehr die Notwendigkeit einer genaueren Untersuchung, denn folgt man dem TVöD müssten die Verdienste wesentlich höher sein. Letztlich fehlt es an empirischen Daten, ob der Niedrigstverdienst von Sozialarbeitern und Erziehern, und hier jeweils insbesondere der Frauen dem Umstand geschuldet ist, dass die meisten Mitarbeiter außerhalb der Geltung des TVöD beschäftigt sind, oder vor allem damit zu tun haben, das man nur sehr kurz im Beruf bleibt.