Saarbrücker Erklärung


„Soziale Arbeit hat immer zum Erhalt des sozialen Friedens in unserem Land beigetragen

und damit auch einen großen Beitrag zum Aufstieg Deutschlands als Wohlfahrtsstaat zur

führenden Wirtschaftsnation geleistet. Nun sehen wir die Gefahr, dass der soziale Frieden

gefährdet ist. Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) kann und will nicht

untätig zuschauen, wenn ein Drittel der Gesellschaft ausgegliedert und zunehmend in

ihren Möglichkeiten der Teilhabe beschnitten wird. Denn als Profession, die sich gerade im

Armutsbereich beruflich engagiert, erleben wir in den vielen sozialen Tätigkeitsfeldern die

Probleme und Notlagen sehr deutlich.“ (S. 5.)


In der Saarbrücker Erklärung positioniert sich der DBSH nachdrücklich gegen neoliberale Tendenzen in der Gesellschaft, von der auch auf die Soziale Arbeit nicht verschont geblieben ist. Indem sich Soziale Arbeit an der Menschenwürde als handlungsleitendem Prinzip orientiert, muss sie gegen die konstatierte Ausschlusspraxis gesellschaftlich benachteiligter Personen und Personengruppen eindeutig Position beziehen. Aus einer Analyse der aktuellen gesellschaftlichen Situation werden in der Saarbrücker Erklärung als sozialpolitische Forderungen gestellt, um den benannten Tendenzen entgegenzuwirken. Diese schließen unter anderem ein geeignetes Armutsbekämpfungskonzept, die Stärkung von Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit, die Abschaffung verschärfter Sanktionsmaßnahmen gegen junge Menschen, die Sicherstellung von Entwicklungsräumen für junge Menschen im Rahmen von Jugendarbeit, Jugendbildungsarbeit und Jugendsozialarbeit sowie die gezielte Verhinderung prekärer Beschäftigung in der Sozialen Arbeit ein.

Saarbrücker Erklärung:

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